Ergebnisse

Wie wirkt sich die MBSR-Praxis im Alltag aus?

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen im deutschen Sprachraum sowie eine Fülle ähnlicher Studien aus dem anglophilen Bereich kommen zu einhellig positiven Aussagen im Hinblick auf die langfristige Wirksamkeit von MBSR.

So zeigten sich im psychischen wie auch im physischen Bereich in aller Regel gravierende Verbesserungen im Vergleich zur Ausgangssituation:

Psychosomatische Symptome, die mit konventionellen Therapien und Medikationen kaum oder gar nicht zu behandeln sind, bildeten sich zurück oder verminderten sich (u. a. Hypertonie, Dermatosen, stressbedingte Beschwerden, chronische Schmerzen, Depressionen, Altersleiden, Autoimmunerkrankungen, Ängste, Ess-Störungen u.a.m.).

  • Stresssituationen wurden entspannt und effektiv angegangen.
  • Die Bereitschaft und wiedererlangte Fähigkeit zur Krampflösung und Entspannung waren auffällig.
  • Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl stiegen in gleichem Maße an wie Lebensfreude und stabiler Optimismus.
  • Das Gefühl, anerkannt und positiv wahrgenommen zu werden, wurde eindeutig registriert.
  • Das Immunsystem verzeichnete eine auffällige und messbare Zunahme an Leistungsfähigkeit.

Vorläufige Forschungen zu den Gehirnfunktionen deuten an, dass Achtsamkeit das Gehirn verändert. Die Art und Weise, wie wir aufmerksam sind, fördert die neuronale Plastizität – die Umgestaltung neuronaler Verbindungen als Reaktion auf Erfahrung. Achtsamkeit […] hat aller Wahrscheinlichkeit nach unmittelbaren Einfluss auf die Aktivitäten und das Wachstum derjenigen Gehirnregionen, die für unsere Beziehungen, unser emotionales Leben und unsere physiologischen Reaktionen auf Stress verantwortlich sind.“


Prof. Daniel J. Siegel, Das achtsame Gehirn.

Arbor-Verlag, 2014.

Annemarie Borgmann